Anfrage sind erwünscht

24.6.2013 |

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SPD-Stadtratsfraktion organisierte einen Besuch im Technologie Campus Grafenau.

Für die SPD-Stadtratsfraktion war es ein dringliches Anliegen, sich über den momentanen Entwicklungsstand des TC Grafenau in Neudorf zu informieren. Die Campusleitung ist diesem Wunsch gerne nachgekommen.

Hochschulen pflegen laut Mitteilung des 3. Bürgermeistes Martin Hartmann gewöhnlich ein Eigenleben in den Bereichen Lehre, Forschung und Vernetzung mit Industrie und Wirtschaft. Die Kommunen mit ihren Hochschuleinrichtung erblühen aufgrund der wirtschaftlichen Wechselwirkung, wie das nahe Deggendorf beweist. Die Überlegung, diesen positiven wirtschaftlichen Effekt zu verstärken, indem man Abteilungen dieser Hochschulen in der Breite anlegt, um eine ganze Region schneller zu entwickeln, sei momentan in der Erprobungsphase. "Neu ist auch, dass die beteiligten Kommunen, sprich der Landkreis Freyung-Grafenau, für den Technologiecampus Grafenau im speziellen zusammen mit der Stadt Grafenau mit in die Finanzierungspflicht genommen wurden, da Hochschulen ansonsten eine ausschließliche Hoheitsaufgabe des Landes Bayern sind". Damit wachse auch für Landkreis und Kommune die Verantwortung für das Gelingen dieses "Pilotprojektes", bei dem der Freistaat Bayern seit dem 19. März 2013 mit im Boot sitze und entsprechende Mittel bereitstelle.

Und die Einrichtung gedeihe seit dem offiziellen 19. März prächtig, so die Ausführungen von Frau Professorin Ahrens, der Leiterin der Hochschulabteilung. "Wir haben eine große Aufgabenmehrung erreicht und damit verbunden eine beachtliche Personalaufstockung vorgenommen mit großem Erweiterungsbedarf", so Ahrens. "Damit verbunden wird das räumliche Angebot der Stadt Grafenau in einem geschätzten Zeitrahmen von einem Jahr an ihre Grenzen treffen", so die angedeutete Wunschliste von Ahrens an die Stadt Grafenau.

Das große Interesse der SPD-Fraktion war jedoch die Frage nach den zu erwartenden Arbeitsplätzen und weiterhin wollte man wissen, ob das Institut und die zu erwartenden Betriebe räumlich in unmittelbarer Nähe sein müssen, was verneint wurde.

Mit einem Schmunzeln meinte Ahrens laut Hartmann: "Wenn es uns gelingt, dieser Außenstelle eine Bedeutung wie z.B. der FH-Außenstelle Teisnach zu geben, dann ist mir nicht bange". Damit war auch der Wunsch verbunden mit den Betrieben im näheren Umkreis, aber auch mit den umliegenden Kommunen gemeinsame Projekte zu verwirklichen. "Auch bloßes Anfragen, ob das eine oder andere Projekt gemeinsam verwirklicht werden kann, würde uns Interesse und Erfolgswille auch seitens der Kommunen signalisieren", so die Professorin.

Die Unterbezirksvorsitzende Hagl-Kehl, der stellvertretende Landrat Helmut Behringer, sowie die Stadtratsfraktion bedankten sich für die interessanten Ausführungen und versprachen die uneingeschränkte Unterstützung dieser "unserer" Einrichtung. Vielleicht passt hier der Satz Willi Brands: "Nun wächst zusammen, was zusammen gehört", so Hartmann.

Quelle: PNP - Regionalausgabe Grafenau vom 24.06.2013