Wissensdurst?

Zentrum für Akademische Weiterbildung.

Projekte.

Berufsbegleitend studieren an der THD

Das Zentrum für Akademische Weiterbildung ist nicht nur Anbieter einer Vielzahl an berufsbegleitenden Studiengängen und Hochschulzertifikatskursen. Wir sind auch Betreuer  von Projekten zum internationalen Austausch oder von Fortbildungsangeboten mit Trägerschaft durch den Europäischen Sozialfond.

Hier finden Sie eine Übersicht aktuell laufender sowie abgeschlossener Projekte, bei denen wir als Zentrum für Akademische Weiterbildung federführend waren.

Aktuelle Projekte

 

Abgeschlossene Projekte

 

GERNE IN DIE ARBEIT war ein praxisorientiertes Projekt am THD-Weiterbildungszentrum von 2015 bis 2017. Das Projektteam unterstützte mittelständische Unternehmen aus der Region individuell und neutral bei der Analyse ihres Weiterbildungsbedarfs. In der Folge entstanden konkrete Impulse und modellhafte Beispiele für ein auf den jeweiligen Betrieb zugeschnittenes betriebliches Bildungsmanagement, ausgerichtet an den vorhandenen Möglichkeiten und Ressourcen.

Das Programm richtete sich vorrangig an mittelständische Unternehmen mit ca. 20 bis ca. 150 Mitarbeiter in Niederbayern. Partner bei der Entwicklung waren Praktiker von der Kreishandwerkerschaft Straubing-Deggendorf und dem Regionalmanagement Deggendorf.

Die Entwicklung des Beratungsangebots wurde gefördert vom Bayerischen Wissenschaftsministerium im Rahmen der Förderkulisse STRUKTUR 2015.

 

Projektbeschreibung 

Barrierefreiheit im virtuellen Raum wird mehr und mehr ein Thema an bayerischen Hochschulen. Insbesondere Studierende mit Sehschädigung können oft nur in geringem Maße an Lern-Management-Systemen wie zum Beispiel Moodle partizipieren, weil die graphische Benutzeroberfläche die Zugänglichkeit zu digitalen Lerninhalten erschwert. Vor dem Hintergrund einer stetig wachsenden Nutzung virtueller Lehre und einer zunehmenden Digitalisierung an Hochschulen im Rahmen von E-Learning und Blended Learning-Angeboten rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie Hochschulen und Universitäten die Inklusion sehbehinderter Studierender erfolgreich gestalten können. Eine mögliche Antwort bieten der Einsatz assistiver Technologien und die Verwendung von Universal Design in Lern-Management-Systemen. Lern-Management-Systeme (LMS) sind computer-basierte Lernumgebungen zur Bereitstellung und Organisation von Lerninhalten und -prozessen, wie etwa Moodle. Assistive Technologien sind Technologien, die versuchen, die physischen Beeinträchtigungen von Studierenden so auszugleichen, dass sie sich autonom in der Hochschule bewegen und in Lehr-Lern-Kontexte einbringen können, wie zum Beispiel Screen Reader. Universal Design beschreibt die Gestaltung von (digitalen) Lebensräumen, die von einer möglichst großen Zahl von Studierenden genutzt werden kann.

Ziele

Zielsetzung des Projektes ist es, Barrieren im virtuellen Raum an Hochschulen abzubauen und die Zugänglichkeit zu digitalen Lerninhalten zu erhöhen. Zielgruppe sind dabei Studierende mit einer Sehbeeinträchtigung. Konkret untersucht das Projekt die Fragestellung, wie assistive Technologien und Universal Design in das bestehende Lern-Management-System der TH Deggendorf umgesetzt und implementiert werden können.

Das Projekt beinhaltet vier Teilziele:

Teilziel 1:
Einsatz von Screen Readern im Lern-Management-System (LMS) Moodle

  • Screen Reader: Reduzierung der Komplexität des Bildschirminhalts auf wesentliche Informationen
  • Prototypische Überprüfung im LMS der TH Deggendorf
     

Teilziel 2:
Entwicklung von Checklisten für Dozierende zur Gestaltung barrierefreien Lehrmaterials

  • Gestaltung von Lernmaterialien nach Richtlinien des Universal Designs zur Verbesserung der Sprachausgabe durch Screen Reader
  • Checklisten als Unterstützung von Dozierenden in der Erstellung barrierefreien Lehrmaterials
  • Leitfaden für Lehrende

Teilziel 3:
Erprobung der Checklisten

  • Sensibilisierung von Dozierenden auf die Bedürfnisse von Studierenden mit Sehschädigung
  • Unterstützung in der Umsetzung von Universal Design
     

Teilziel 4:
Bestimmung des weiteren Bedarfs zur barrierefreien Gestaltung digitaler Lehr-Lern-Szenarien

  • Interviews mit sehgeschädigten Studierenden und Studierenden mit weiteren körperlichen Beeinträchtigungen und Interviews mit Dozierenden

Teilziel 5:

 Ist-Stands- und Bedarfsermittlung

  • 5 b) Analyse des Lern-Management-Systems durch einen prozessbeachtenden BITV-Test

Teilziel 6:

Öffentlichkeitsarbeit für barriereärmere Inhalte

  • Sensibilisierung der Lehrenden für das Thema digitale Barrierefreiheit
  • Vermittlung der gesetzlichen Vorgaben
  • Generalisierte Lösungsvorschläge im Sinne eines Universal Design
  • Bereitstellen einer Plattform für Lehrende zum weiteren Austausch

 

Projektorganisation

Projektort: TH Deggendorf, Institut für Qualität und Weiterbildung (IQW), E-Learning-Zentrum

Projekteam:

 

Projektkontext

Das Projekt ist eingebunden in den Praxis- und Forschungsverbund „Inklusive Hochschule und barrierefreies Bayern“. Darin ist die Technische Hochschule Deggendorf einer von sechs Projektpartnern, die der Bayerische Landtag mit einer 500.000 Euro unterstützt.

Das Ziel  des Praxis- und Forschungsverbundes ist, die durch Initiativen wie „Inklusive Hochschule“ oder „Bayern barrierefrei 2023“ angestoßenen Prozesse zusammenführen und wissenschaftlich zu begleiten. Hierzu sollen die praxisorientierte Forschung ausgebaut, neue Lehrformen entwickelt, Netzwerke gebildet und Handlungsempfehlungen ausgesprochen werden.

 

Projektpartner

  • Technische Hochschule Deggendorf

Inklusion sehbeeinträchtigter Studierender durch die Implementierung assistiver Technologien und Universal Design in Lern-Management-Systemen
 

  • Universität Würzburg

Teil1: Zentrale Gelingensbedingungen inklusiver Hochschulbildung für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung in Bayern – Einstellungen, Haltung, Qualifizierung

Teil 2: Weiterbildungsbedarf der örtlichen Schwerbehindertenvertretungen evaluieren
 

  • Universität Bayreuth

BayFinkK  - Einrichtung der Forschungsstelle „Inklusive Universitäten und Kultureinrichtungen“

Etablierung des Qualifizierungsmoduls „Inklusive Hochschule & Kultureinrichtung“
 

  • Hochschule für angewandte Wissenschaften München – Fakultät Architektur

Inklusion im öffentlichen Raum

  • Hochschule für angewandte Wissenschaften Ansbach

Barrierefreies multimediales Leitsystem
 

  • Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut

Gehörlos studieren in Bayern – Exploration des Forschungsbedarfs aus der Sicht inklusionsorientierter Hochschulen