eLearning verbindet den European Campus mit Afrika

30.10.2018 |

2018 10 15 eLearning Africa

eLearning Kurse aus dem Rottal für Afrika

Vom 26. bis 28. September fand in Kigali, Ruanda, die 13. internationale Konferenz eLearning Africa statt. Unter den mehr als 1 000 Teilnehmer aus über 70 Ländern war auch Anna E. Schmaus-Klughammer, Dozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fakultät „Angewandte Gesundheitswissenschaften“ am European Campus Rottal-Inn (ECRI). Die Wissenschaftlerin aus Pfarrkirchen berichtete in Ihrem Vortrag über die Gesundheitsinformatikausbildung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

 Bereits heute bietet die THD sogenannte „Massive Open Online Courses“ (MOOCs) für bayerische Studenten über die Plattform „Virtuelle Hochschule Bayern“ zu den Themen eHealth und Telemedizin an. Das Angebot soll in Zukunft für Studenten aus aller Welt erweitert werden. Diese Art der Vorlesungen wird es beispielsweise auch Studenten aus afrikanischen Ländern erlauben über das Internet teilzunehmen, ohne in Pfarrkirchen anwesend sein zu müssen. Bereits in naher Zukunft wird die Hochschule Einführungskurse für Nicht-Mediziner und Nicht-IT Studenten online anbieten. Die entsprechenden MOOCs werden am ECRI entwickelt. Teilnehmende Studierende können anhand von nachfolgenden Tests entscheiden, ob ihnen die gewählten Studiengänge zusagen. Die Tests werden außerdem der Hochschule einen besseren Überblick über die Vorkenntnisse der Bewerber geben.

"Die optimistische Stimmung war heuer sehr auffällig", sagt Rebecca Stromeyer, Gründerin von eLearning Africa, der größten Konferenz Afrikas zum technologiegestützten Lernen und Training: "Es ist ganz klar, dass Lernende und politische Führungskräfte aus verschiedenen Teilen Afrikas sich viel zuversichtlicher für die Zukunft fühlen.“ Auch internationale Experten äußerten sich optimistisch über die langfristigen Perspektiven der afrikanischen Wirtschaft. Der Grund dafür ist, dass es eine neue Stimmung des Vertrauens und ein wachsendes Verständnis unter den afrikanischen Politikern und Arbeitgebern für die entscheidende Bedeutung von Investitionen in die allgemeine und berufliche Bildung gibt. Roland Lindenthal vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sagte auf der Konferenz, die Bundesregierung werde dafür sorgen, dass künftig mindestens ein Viertel aller Entwicklungshilfe für Afrika in die Bildungsförderung fließt.

Bild (Quelle): Roland Lindenthal (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und Anna E. Schmaus-Klughammer (ECRI; 2. von links) auf der eLearning Africa in Kigali, Ruanda

 

15. Oktober 2018 | ECRI Pressestelle (JK)