Wie geht Strom?

11.12.2018 |

20181206 Kinderuni ECRIKinderuni zum Thema Stromerzeugung am European Campus

06.12.2018 | ECRI-Pressestelle - Insgesamt 65 Kinder mit ihren Begleitpersonen sowie Schulhund Agnes und Lehrerin Ellen Meier von der Realschule Pfarrkirchen begrüßte Prof. Dr. Thomas Spittler am 30. November zur Kinderuni am European Campus in Pfarrkirchen. Von Anfang an im Mittelpunkt des Interesses: der große Stromausfall vor zwei Wochen.

Im großen Stuhlkreis ließ sich der Professor für »Telematics in Health Care« berichten, was damals zu Hause bei den Kindern nicht funktionierte – Ofen, Heizung, Computer oder Beamer, alles, was Strom braucht, war dabei. Auf die Frage, wie und wo Strom entsteht, hatten die Kinder viele gute Antworten parat: Sonnenkollektoren, Wind- oder Wasserkraft, Atomkraftwerke, Windräder. Prof. Spittler erklärte den Kindern am Beispiel eines Fahrraddynamos, dass aus Bewegung immer Strom erzeugt werden kann. Den Stromfluss bzw. auch die Stromspannung ließ er von jungen Studierenden vorspielen: dazu stellten sich je sechs Kinder hintereinander auf und versuchten möglichst schnell „Elektronen“ – sprich Tischtennisbälle – durchzugeben. Die Reihe der Kinder, die die Bälle schneller durchreichten, veranschaulichten eine entsprechend stärkere Spannung. Plus- und Minuspol verglich der Professor mit Legostückchen: entweder das Zusammenstecken funktioniert einwandfrei oder es geht eben gar nichts. Mit Hilfe eines Oszilloskops zeigte er den Kindern die durchlaufende Spannung bei einem Dynamo – je schneller er betrieben wird, umso größer der Ausschlag.

Nach der Theorie ging es für die Teilnehmer der Kinderuni aber auch ans Praktische: Prof. Spittler hatte Bausätze für einen Elektromotor mit Dauermagnet mitgebracht. Der Vorlesungsraum wurde so ganz schnell zur Werkstatt. Aus Sperrholz, Kupferdraht und Dauermagneten bastelten die Kinder mit großem Feuereifer ihren eigenen Elektromotor.

Beim nächsten Termin der Kinderuni am 25. Januar 2019 dreht sich dann alles um das Thema Straßenbau. Professor Thomas Bösl, Spezialist von der Fakultät Bauingenieurwesen und Umwelttechnik an der Technischen Hochschule Deggendorf, wird sicherlich interessante Beispiele und spannende Anschauungsmaterialien im Gepäck haben.

Bild (THD/ECRI): Die Kinderuni richtet sich an Wissbegierige zwischen acht und 13 Jahren.