Zehntes KULTURcafé voller Erfolg

27.5.2019 |

20190527 zehntes KulturcafeJubiläumsausgabe des KULTURcafés voller Erfolg

27.05.2019 | THD-Pressestelle - Am Mittwoch, 22. Mai 2019 veranstaltete das International Office des European Campus Rottal-Inn (ECRI) bereits zum zehnten Mal das KULTURcafé. Vorgestellt wurden Kosovo, Moldawien und Weißrussland. Zur Jubiläumsausgabe kamen Studierende, Bürger und Hochschulangehörige zusammen.

Der Student Alexandru aus Moldawien stellte sein Heimatland und dessen Weinbautradition vor. Er überraschte die Besucher mit dem längsten Weinkeller der Welt, der es sogar ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft hat. Dieser liegt nahe der Hauptstadt Chisinau, verläuft in ca. 80km langen unterirdischen Gängen und umfasst weit über 1 Millionen Weinflaschen. Alexandru erzählte vom Nationalfeiertag, der dem Wein gewidmet ist und jedes Jahr Ende September gefeiert wird. Außerdem berichtete er, dass fast jede Familie in den ländlichen Regionen ihren eigenen Wein keltert. Er selbst möchte nach seinem Abschluss diese Tradition fortführen.

Auch der aus Weißrussland stammende Student Yahor berichtete aus seiner Heimat. Touristisch ist das Land bisher wenig erschlossen, aber die Hauptstadt Minsk zieht die Besucher aufgrund zahlreicher Museen und Theater an. Yahor erzählte von kulturellen Schätzen, wie dem Schloss Mir, das seit 2002 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt oder dem Maler Marc Chagall, der ursprünglich aus Weißrussland stammte. Aber auch von ausgedehnten Waldlandschaften im Nordwesten des Landes und den dort wieder angesiedelten Bisons.

Die Republik Kosovo wurde von Shaban vorgestellt. Er lobte die Gastfreundschaft seines Heimatlandes und stellte das bekannteste Gericht Fli vor. Dieses besteht aus einem Teig, der dem Pfannkuchenteig ähnelt, über offenem Feuer gebacken wird und mit Käse oder Joghurt gefüllt wird. Aber auch Kartoffeln, Reis und Bohnen sind beliebte Zutaten im Kosovo. Shaban erzählte auch von den Auswirkungen des Kosovokrieges und dass Emigranten und Gastarbeiter im Ausland ihre Familien mit teilweise hohen Geldtransfers unterstützen müssen.

Das KULTURcafé, das zweimal pro Semester stattfindet, wird vom International Office organisiert und ist mittlerweile fest im Veranstaltungskalender verankert. „Am European Campus sind aktuell ca. 70 Nationen vertreten, 25 Länder haben sich bisher im KULTURcafé vorgestellt. Es bleibt also noch genügend Stoff für die nächsten Ausgaben“, freut sich Daniela Schwertlinger, Organisatorin des KULTURcafés.

Die Termine für das Wintersemester stehen bereits fest: am 23.10. und am 4.12. stellen wieder jeweils drei Studierende ihre Heimatländer und Kulturen vor.

Bild: Der Student Shaban berichtet über sein Heimatland Kosovo während die Teilnehmer gebannt zuhören.