Extruder für 3D-Labor

6.8.2013 |

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Extruder für 3D-Labor – Studentische Projektarbeit erntet großes Lob.

Lobenswert viel Engagement und Kreativität bewiesen Michael Baumgartner und Waldemar Krais vom Fachbereich Maschinenbau im Rahmen ihrer Projektarbeit im 4. Semester. Mit Unterstützung der Fakultät Maschinenbau und Mechatronik haben die beiden Studenten einen Extruder für 3D-Drucker geplant und konstruiert.

 

Diese Apparatur dient dazu, Kunststoff-Pellets durch einen Verschmelzungsprozess zu einem speziellen Draht zu pressen, der zur Herstellung von 3D-Druckerzeugnissen benötigt wird.

Dabei werden Kunststoff-Pellets in einen Trichter gefüllt und von einer Förderschnecke durch ein Rohr zum sogenannten "Hotend" transportiert, wo es auf Schmelztemperatur erhitzt und durch eine variable Öffnung von 1,75 mm oder wahlweise 3 mm gepresst wird. Anschließend läuft das erzeugte „PLA/ABS Filament“ über ein Rad, durch dessen Rotationsgeschwindigkeit die Stärke des Drahtes ebenfalls geregelt werden kann. Das Material kühlt ab und wird auf eine Abrollhilfe für Spulen automatisiert aufgewickelt. „Der so erstellte Kunststoff ist zwar nicht unzerstörbar, wie bei einer von Daniel Düsentriebs zahlreichen Erfindungen, dient aber (ganz im Sinne von Dagobert Duck) dazu Geld zu sparen“, erklärt Dipl.-Ing. (FH) Gerd Brändlein, der die beiden Studierenden bei ihrem Projekt betreut hat. Durch den eigens gebauten Extruder können laut Brändlein die Materialbeschaffungskosten für das benötigte Filament des 3D-Labors der Technischen Hochschule Deggendorf um das 5-fache gesenkt werden, da nun dieser Draht nicht mehr teuer gekauft werden muss. Darüber hinaus ließe sich der Extruder problemlos für alle gängigen 3D-Drucker mit dem FDM-Verfahren (Schmelzschichtung) einsetzen, um auch hier Kosten einsparen zu können. „Das Thema 3D-Drucken wird auch in Zukunft für Furore sorgen, da nicht nur an druckbaren Materialien wie Kunststoff oder Metall, sondern auch für den medizinischen Nutzen wie z.B. Drucken von organischer Haut für Brandopfer geforscht wird“ so Brändlein.