Ein Physiker für die Mathematik-Ausbildung

20.6.2013 |

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Zum kommenden Wintersemester wurde Dr. Michael Moritz an die Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen der Technischen Hochschule Deggendorf berufen.

Der neue Professor übernimmt dort Lehrgebiete aus dem Optikbereich und zudem Mathematik im Rahmen des DegTrepE-Modells, einem Projekt zur Qualitätssicherung von Studium und Lehre.

Michael Moritz studierte zunächst an der Fachhochschule München Technische Physik, um nach dem Vordiplom an die Ludwig-Maximilians-Universität München zu wechseln, wo er mit Physik weitermachte. Diplom und Promotion erfolgten an der TU München im Bereich Theoretische Physik. Er beschäftigte sich dabei mit dem Grenzübergang von der klassischen Mechanik zur Quantenmechanik.

Seit 2001 arbeitet Dr. Moritz als Optik-Designer bei QIOPTIQ, einem weltweit präsenten Konzern für photonische Produkte und optische Systeme, der auch seit vielen Jahren mit der Hochschule Deggendorf kooperiert. Seine Hauptaufgabe ist die Entwicklung und Simulation von kundenspezifischen Optiken; seien es z.B. Sensoren für fliegende oder fahrende Plattformen oder komplexe, z.T. patentierte Systeme mit mehreren Kanälen aus dem Bereich der Laser-Chirurgie.

Dazu kommt die Entwicklung und Implementierung neuer Methoden zur Unterstützung des Design-Prozesses. Hier hat sich Dr. Moritz in den letzten Jahren speziell mit der Frage beschäftigt, welchen Einfluss hochintensive Laser-Strahlung auf die Temperatur-Verteilung der Linsen und damit letztlich auf die System-Eigenschaften hat. Die Methoden wurden in internationalen Fachjournalen veröffentlicht.

In seiner Freizeit beschäftigt sich Dr. Moritz mit Themen aus den Bereichen Geschichte und Philosophie, geht gerne Radfahren und renoviert sein Elternhaus.