Marktanalyse abgeschlossen

20.12.2019 |

20191219 projekt barboraErste Etappe im Projekt BarBora beendet

19.12.2019 | THD-Pressestelle - Vilem Dostal von der Technischen Hochscule Deggendorf (THD) konnte zufrieden die erste Etappe des EU-Projekts „Bar Bora“ abschließen. Die umfangreiche Recherche und Marktanalyse von ihm und seinen Kollegen über eine intelligente Handprothese mit einer neuronalen Schnittstelle zeigte eindeutig, dass das Thema in wissenschaftlichen Kreisen hoch angesiedelt, bisher aber noch wenig erforscht ist.

BarBora wurde als EU-Projekt von der Technischen Hochschule Deggendorf zusammen mit der Westböhmischen Universität Pilsen beantragt. Projektaufgabe ist es, gemeinsam ein Rehabilitationssystem zu entwickeln, das behinderten Menschen nach einer Hirnverletzung oder einem Schlaganfall hilft, ihre oberen Gliedmaßen wieder für funktionelle Aufgaben zu trainieren und zu benutzen. Dabei liegt der Fokus auf der Mobilisierung der Handbewegung mit Signalen von Gehirn und Auge. Die Signale sollen von einem EEG-Hirnstrommessgerät in Kombination mit einem Eye-Tracker erfasst und ausgewertet werden. Die Durchführung der Marktanalyse hat gezeigt, dass viele Forscher, Forschungsinstitute, Universitäten und Firmen auf diesem Gebiet arbeiten. Erste Ergebnisse sind vorgestellt und werden in der Praxis umgesetzt. Bisher sind die Ergebnisse aber noch nicht zufriedenstellend, da die Kommunikation und die Steuerung der Handprothesen direkt mit Hirnsignalen nicht immer funktioniert. Zudem sind die Prothesen groß, schwer und die Fertigungs- und Betriebskosten sehr hoch. Die Technische Hochschule Deggendorf konnte im ersten Schritt des Projekts BarBora nicht nur eine Marktanalyse durchführen. Zusammen mit dem Technologie Campus Cham konnten die Wissenschaftler an einer künstlichen Hand, die für ein früheres Projekt entworfen und umgesetzt wurde, erste Bewegungen, Programme und Schnittstellen simulieren. Alle erreichten Ergebnisse werden in die nächste Etappe des grenzübergreifenden EU-Projektes einfließen. Dafür beantragen die Deggendorfer Hochschule und die Universität Pilsen im nächsten Schritt finanzielle Unterstützung.