Spitzenergebnis für die THD im WURI-Ranking

Weltweit Platz 5 in "Entrepreneurial Spirit", Platz 7 in "Crisis management"

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Die Fakultät Angewandte Informatik der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) bekommt mit Prof. Dr. Simon Zabler einen Experten für das Lehrgebiet Bildgebende Verfahren mit dem Schwerpunkt Computertomographie.

Der passionierte Physiker befasste sich bereits in seiner Masterarbeit mit Röntgenbildgebung und kam seitdem nicht mehr los davon. Für Zabler ist die Computertomographie nicht nur ein interdisziplinäres Gebiet das Informatik, Mathematik, Physik und Maschinenbau miteinander vereint, sondern sie erfindet sich ständig neu. Gerade das macht die Anziehung der „digitalen Fotografie mit dreidimensionalen Pixeln“, wie Zabler die Computertomographie beschreibt, aus. Er blieb der Computertomographie während seiner gesamten beruflichen Laufbahn treu. Egal ob während seiner Doktorarbeit am Hahn-Meitner-Institut in Berlin oder als PostDoc am Max-Planck-Institut Potsdam, wo er Cellulose in Holz beim Trocknen zuschaute. Auch Forschung und Lehre begleiten Prof. Zabler schon länger. Er unterrichtete bereits an der TU Berlin Werkstoffkunde und baute anschließend eine Forschungsgruppe für Röntgenmikroskopie und -streuung an der Universität Würzburg auf.

Dass Zabler sich für die Professur an der THD entschieden hat liegt unter anderem daran, dass internationale Spitzenforscher hier Gelegenheit bekommen, ihr Forschungsgebiet in die Lehre zu tragen. Er selbst hat ein deutsch-französisches Doppeldiplom in Physik und ist auf der internationalen Bühne der Wissenschaft zuhause. Daher freut Zabler sich schon besonders darauf, an der THD ein breites Netzwerk rund um Computertomopgraphie und Machine Vision aufzubauen, um spannende und vor allem auch internationale Projekte durchzuführen. Darüber hinaus arbeiten Industrie und Hochschule hier in Niederbayern unkompliziert und ergebnisorientiert zusammen. Gerade diese Vernetzung birgt laut Zabler die große Chance, den Fokus und den Wissenstransfer in der angewandten Forschung auf die aktuellen Anforderungen der Industrie zu richten.

Ein besonderes Augenmerk Zablers liegt außerdem auf den jungen Talenten an der THD und wie er diesen Spaß an der Forschung vermitteln und auf deren Weg begleiten kann. Dafür können die Studierenden von ihm klare Kommunikation, Erreichbarkeit, faire Regeln, Begeisterung für den Unterrichtsstoff und lesbare Unterlagen erwarten. Anwesenheit, kritische Auseinandersetzung mit dem Stoff und ehrliches Feedback sind dabei Punkte, die Zabler seinen Studierenden abverlangt.

Ehrlichkeit ist wichtig für den neuen THD-Professor, der sich selbst als zwanghaft ehrlich beschreibt. Bei Fehlern, egal ob bei anderen oder seinen eigenen, und Ungerechtigkeit schaut er nicht weg. Beste Voraussetzungen, um etwas zu verändern. Ehrlich wie er ist, gibt er auch zu, dass er nur dann Dinge wirklich gut erklären kann, wenn er sie selbst verstanden hat. Auch wenn er nicht immer der Ordentlichste und Pünktlichste ist, so ist er bei der Arbeit doch ein unbelehrbahrer Optimist. Außerdem lässt er sich mit Schokolade und / oder einem guten Cappuccino zu so ziemlich allem überreden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Zabler in seiner Freizeit nicht nur gerne schlemmt, sondern auch selbst kocht. Am liebsten in Gesellschaft. Er interessiert sich außerdem für Geschichte und internationale Politk, aber eine Woche im Jahr ist ganz dem Wald gewitmet. Dann ist er nämlich mit dem Bergwaldprojekt e.V. und 25 Erwachsenen im Wald unterwegs, um Bäume zu pflanzen und Moore wiederzubenässen.

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Seit 1. Oktober ist Prof. Dr. Florian Wahl Inhaber der neuen Forschungsprofessur für »Sensorbasierte KI-Systeme in der Pflege« an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Neben seiner Lehrtätigkeit an der Hochschule forscht der 36-Jährige am Technologie Campus (TC) Grafenau. Ziel der neuen Forschungsprofessur ist es, die Gesundheitspflege mit Hilfe von Sensorik und künstlicher Intelligenz zukunftsfähiger zu gestalten und damit insbesondere der wachsenden Versorgungslücke zwischen Pflegebedürftigen und Pflegepersonal entgegenzuwirken. Die Professur wurde im Rahmen des KI-Wettbewerbs der Hightech Agenda Bayern geschaffen.

Die Forschung von Prof. Wahl schlägt die Brücke zwischen den Bereichen tragbarer, sogenannter eingebetteter Sensorsysteme zur Datenerhebung einerseits und deren Auswertung mittels künstlicher Intelligenz andererseits. Wahl studierte zunächst Technische Informatik an der Hochschule Esslingen und absolvierte dann seinen Master in »Embedded Systems« an der TU Eindhoven. 2019 wurde er an der Universtität Passau promoviert und erhielt für den Dissertationspreis der Universität. Seit 2018 war Wahl als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe »Angewandte Künstliche Intelligenz« am TC Grafenau tätig. 

„Mein Forschungsziel“, erklärt Wahl, „ist es, möglichst vielen Menschen ein möglichst langes selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu Hause zu ermöglichen.“ Dafür müsse in der Zukunft, die Bedarfsermittlung und Begleitung der Pflege über ein intelligentes Monitoring unterstützt werden. Unter dem Einsatz von Sensorik. Der THD-Wissenschaftler entwickelte in seiner Doktorarbeit bereits eine Sensorbrille, welche die Herzrate misst und Alltagsaktivitäten des Trägers erkennt. Diese könne nun auch im Bereich der Pflege zum Einsatz kommen, denn mehr als 91 Prozent der über 60 Jährigen tragen bereits eine Brille, wodurch das Mitführen zusätzlicher Gerätschaften für die Aufzeichnung und Auswertung wichtiger Gesundheitsparameter unnötig werde.

Neben der Erforschung neuartiger körpergetragener und ambienter Sensorik und der Forschung an den Methoden der künstlichen Intelligenz ist es ein weiteres Ziel des Neuberufenen, den Aufbau einer KI-Pflegemodellregion zu initiieren. Hier sollen zukünftig Bedürftige, Pflegende, Angehörige, Ärzte, Sanitätshäuser und andere zusammengebracht werden, um den Mehrwert neuer Technologien zu identifizieren. Dabei werden nicht nur eigene Entwicklungen, sondern auch Produkte von Unternehmen und Forschungsergebnisse anderer Universitäten untersucht, so dass Synergien aus der Kombination unterschiedlicher Methoden gehoben werden.

Der zentrale Fokus von Wahls Forschungsprofessur liegt demnach auf der Unterstützung aller Akteure der Gesundheitspflege mit Hilfe von kontinuierlichem Monitoring verschiedener Gesundheitsmarker sowie der Prognose von Gesundheitstrends. So lassen sich sowohl Entscheidungsqualität, zum Beispiel die Verteilung von Pflegeplätzen, als auch Pflegequalität wie etwa schnelle Hilfe im Notfall oder ein langes Leben zu Hause,  verbessern. Dies ermöglicht letzlich ein effizienteres Haushalten mit vorhandenem Personal- und Finanzbudget.

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Wem der Gedanke eines eigenen Unternehmens gefällt, aber noch nicht so recht weiß, was die Geschäftsidee sein könnte, muss diesen Traum nicht gleich aufgeben. Wie Studierende erste Schritte zum eigenen Startup machen können, zeigte der Startup Campus der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) bei der GROW Gründerwerkstatt. In dem 5-tägigen Seminar Ende September entwickelten Studierende aus unterschiedlichen Fachrichtungen Konzepte für Gründungsideen mit Innovationspotential. Mit dabei waren die Hans Lindner Stiftung und die primeAcademy, die auf dem Gebiet Entrepreneurship erfahren sind.

Im Theorieteil der Gründerwerkstatt lernten die Studierenden, wie sie ihre eigene Geschäftsidee entwickeln können und was dabei wichtig ist. Zum Beispiel ihre eigenen Kompetenzen und die anderer einzuschätzen, welche Kreativitätstechniken dabei helfen und wie sie sich im Team weiterentwickeln. Die Veranstaltungswoche war dann dazu da, Teams zu bilden, Konzepte zu entwickeln und am Ende eine geladene Jury davon zu überzeugen. Am besten gefiel die Idee einer mechanischen Meerwasserentsalzungsanlage des Teams FLOAT. Alle Teams, die an der Gründerwerkstatt teilnahmen, haben die Chance, sich auf das exklusive Förderprogramm "Kickstart Inkubator" zu bewerben. Der Startup Campus steht den Gründungsinteressierten dabei beratend zur Seite. Auch auf das Netzwerk aus Startups der THD können sie zurückgreifen. Beim Gründerstammtisch trafen sich bereits alle miteinander.

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